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28.04.2011 Wechsel im Stiftungsrat
Nach langjähriger Mitarbeit als Mitglied des Stiftungsrats,
davon 13 Jahre als dessen Präsident, ist Hanspeter Mattmüller von seinem Amt zurückgetreten. Ihm ist nicht nur eine grosse Kontinuität und eine wohlüberlegte und fundierte Strategie in der Arbeit der Stiftung zu verdanken, sondern auch Initiativen für besonders betroffene Gruppen wie das Projekt Lotse, ein Programm für fremdsprachige Jugendliche ohne Arbeit, das heute als selbständige Stiftung organisiert ist. Unser grosser Dank und unsere besten Wünsche begleiten ihn in den „ehrenamtlichen Ruhestand“.
Der Stiftungsrat hat zwei neue Mitglieder gewinnen können.
Neu wird Pfr. Martin Dürr aus Basel im Stiftungsrat mitarbeiten. Er ist im Pfarramt für Industrie und Wirtschaft BL/BS tätig.
Zudem stellt sich Herr Heinz Krüttli aus Liesberg für die Mitarbeit im Stiftungsrat zur Verfügung. Er bringt langjährige Erfahrung als Bankfachmann und Synodaler der RKK BL mit.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den beiden neuen Kollegen im Stiftungsrat.
18.04.2011 Wir stellen vor:
Mirjam Weber, Sattlerei
An der Ledertasche ist eine Naht geplatzt, der Sessel abgewetzt und die Stühle in der Stube sollten schon lange eine neue Polsterung haben… Solche Probleme erledigt Frau Mirjam Weber in ihrer Sattlerei an der Klybeckstrasse 247 exakt und zuverlässig.
Wie kam es zur Sattlerei?
In den letzten Jahren haben nach und nach Sattlereien in der Stadt Basel ihr Geschäft aufgegeben. Inzwischen hat sich eine Trendwende eingestellt, und es besteht Bedarf nach einem neuen Typus von Sattlerei: Gefragt sind kleine, flexible und vielseitige Betriebe, die einerseits die Bedürfnisse der Privatkundschaft abdecken und andererseits auch die Arbeiten für Grosskunden flexibel und kostengünstig erledigen. Eine Sattlerlehre hatte Frau Weber bereits früher absolviert, und so entschied sie sich zur Gründung einer neuen Sattlerei in Kleinbasel.
Frau Weber stellte ein Gesuch für ein Darlehen an die Stiftung Arbeitslosenrappen. Wie gewohnt prüft der Stiftungsrat die Unterlagen, hinterfragt den eingereichten Geschäftsplan, die Anfangsinvestitionen und einige Sachverhalte mehr. Ein relativ grosser Grundstock an Werkzeugen und Maschinen ist bereits vorhanden, und als eine gut gelegene und günstige Werkstatt zu mieten ist, steht einem Darlehen der Stiftung Arbeitslosenrappen nichts mehr im Weg.
Aufbau der Selbständigkeit
Mit einem Startkapital der Stiftung Arbeitslosenrappen und etwas eigenem Geld machte sich Frau Weber an der Klybeckstrasse 247 in einer kleinen Werkstatt selbständig. Die Finanzen waren knapp; es konnten keine grossen Vorräte eingekauft werden und das für Aufträge benötigte Material musste von Fall zu Fall eingekauft werden. Zur Ergänzung arbeitete Frau Weber mittags im nahe gelegenen Restaurant – dies ergab lange Arbeitstage.
Es geht aufwärts
Dank ihrem grossen Beziehungsnetz und ihrer seriösen Arbeit hat sie sich einen Namen gemacht, und es kommen heute nicht nur Kunden mit Kleinaufträgen zu ihr. Nein, sie konnte 400 Kirchenstühle neu beziehen und stellt heute lederne Lüftungsbälge für Schienenfahrzeuge her. Hier konnte sich Frau Weber gegen eine etablierte Konkurrenz durchsetzen, und wer heute mit dem FLIRT der S-Bahn fährt, denkt kaum, dass die Luft zur Kühlung der Antriebsmotoren durch Lederbälge streicht, die Frau Weber in ihrer Werkstatt in Kleinbasel hergestellt hat. Das Darlehen der Stiftung Arbeitslosenrappen konnte nun vollends zurückgezahlt werden, und das Auskommen für Frau Weber ist gesichert.
Abwechselungsreiche Arbeit
Abwechslung in die Arbeit bringen vor allem die Privatkunden, die mit den unterschiedlichsten Dingen zu Frau Weber in ihre Werkstatt kommen. Repariert werden
Taschen, Koffer, Motorradsättel, Autositze und sie führt einige Arbeiten aus in Zusammenarbeit mit den in der Nähe gelegenen Werkstätten der BVB und auch der BLT. Polsterarbeiten aller Art von Möbeln, vor allem von Sesseln und Stühlen, erweitern das
vielfältige Arbeitsfeld.
Fazit
Ein Darlehen der Stiftung Arbeitslosenrappen konnte Frau Weber den Weg aus der Arbeitslosigkeit ermöglichen, den sie erfolgreich eingeschlagen hat.
01.04.2011 Aussteuerungen aufgrund der revidierten Bestimmungen über die Arbeitslosenversicherung
Das kantonale Sozialamt und das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) rechnen derzeit mit rund 250 Personen, die als Folge der Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes per 1. April 2011 im Kanton Basel-Landschaft sofort ausgesteuert werden. (Medienmitteilung KIGA Baselland vom 24.2.2011)
Die Revision der Arbeitslosenversicherung sieht unter anderem eine kürzere Bezugsdauer von Taggeldern vor. Im nächsten Monat werden in den beiden Basel darum insgesamt 500 bis 600 Menschen ausgesteuert (Basler Zeitung vom 1.3.2011)
Die Stiftung Arbeitslosenrappen rechnet mit einer Zunahme der Anfragen für ihre Mikrokredite.
31.10.2010 Verabschiedung im Stiftungsrat
Nach über 20-jähriger Mitarbeit im Stiftungsrat ist Thomas Mächler zurückgetreten. Wir danken ihm für sein langjähriges und kompetentes Engagement.
27.10.2010 Fachcoaching für alle
Während bisher vor allem Gesuchsteller mit einem fachlichen Coaching rechnen konnten, die den Aufbau einer selbständigen Erwerbstätigkeit mit Unterstützung ihres Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) in Angriff nahmen, werden neu alle Gesuchssteller davon profitieren können. Da ein Coaching die Erfolgschancen wesentlich verbessert, ist es in der Regel obligatorisch. Die Kreditnehmer beteiligen sich mit einem bescheidenen Kostenbeitrag, der durch eine entsprechende Erhöhung der Darlehenssumme von der Stiftung vorgeschossen wird; die ungedeckten Kosten übernimmt die Stiftung.
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